Östrogendominanz beim Mann



Östrogen-Dominanz

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Obwohl die Östrogendominanz naturgemäß eher ein Frauenproblem ist, können auch Männer von Östrogen-Dominanz betroffen sein.

Östrogen wird bei Männern in den Hoden, in der Nebenniere und in den Fettzellen hergestellt. Auch ein Teil des Testosterons wird zu Östrogen umgebaut.

Auch Progesteron wird im Körper von Männern gebildet. Der Progesteronspiegel bleibt bei Männern meistens bis 60 oder 70 Jahre in etwa gleich hoch.

Wenn der Östrogenspiegel im Vergleich zum Progesteronspiegel zu hoch ist, kommt es auch bei Männern zu einer Östrogendominanz.

Dieses Ungleichgewicht kann, wie bei Frauen, durch innerliche Ursachen oder auch die äußerliche Faktoren, z.B. Östrogen in der Nahrung oder im Bier (Hopfen) hervorgerufen werden.

Die immer häufiger werdenden Xenoöstrogene in unserer Umgebung, beispielsweise in Kunststoffen können in zahlreichen Fällen zu einer männlichen Östrogendominanz führen.

Typische Beschwerden bei männlicher Östrogen-Dominanz können sein:

·         Wachstum der Brust

·         Runder Bauch

·         Verringerter Bartwuchs

 

Es kann aber auch zu all den anderen Beschwerden kommen, die bei Östrogendominanz auftreten, natürlich abgesehen von Menstruationsbeschwerden.

Bei Männern spielt der Testosteronspiegel eine wichtige Rolle im Zusammenklang der Geschlechtshormone.

Testosteron kann zu viel Östrogen entgegenwirken, ebenso wie das Progesteron zu viel Östrogen ausgleicht.

Bei chronischen Krankheiten kommt es häufig zu Testosteronmangel. Auch das Absinken des Progesteronspiegels im Alter kann einen Testosteronmangel nach sich ziehen.

Der Testosteronmangel kann dann unter anderem eine Östrogendominanz hervorrufen. Er kann aber auch eigenständige Wirkungen haben.

Parallel zum Sinken des Testosteronspiegels steigt häufig der Spiegel des Dihydrotestosterons an. Dihydrotestosteron ist ein Verwandter des Testosterons. Doch es wirkt aggressiver als Testosteron. Es könnte sein, dass zu viel Dihydrotestosteron die Entstehung von Prostatakrebs fördert.

Der Testosteronmangel kann zudem noch eigene Beschwerden hervorrufen:

·         Osteoporose

·         Prostatavergrößerung

Progesteronbehandlung beim Mann

Bei Männern kann die Behandlung der Östrogendominanz generell genau so erfolgen wie bei Frauen.

Auch eine Behandlung mit natürlichem Progesteron ist möglich.

Meistens kommen Männer mit einer deutlich geringeren Progesteronmenge aus als Frauen.

Bei Männern braucht man die Behandlung nicht auf zwei bis drei Wochen pro Zyklus beschränken, weil Männer ja keinem Menstruationszyklus unterworfen sind.

Es kann jedoch sinnvoll sein, jeden Monat für ein paar Tage mit der Progesteron-Behandlung zu pausieren. Dann können sich die Progesteronrezeptoren im Körper erholen und das Progesteron kann anschließend wieder effektiv wirken.

Auch die anderen Behandlungsmöglichkeiten, die in den folgenden Kapiteln vorgestellt werden, können beim Mann helfen, das Hormonsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen.


 




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