Diagnose der Östrogen-Dominanz



Östrogen-Dominanz

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Meistens kann man die Diagnose Östrogendominanz anhand der typischen Symptome stellen.

Die Kombination der Symptome ist sehr charakteristisch und tritt meistens in einem passenden Kontext auf, d.h. bei jüngeren Frauen vor der Periode und bei mittelalten Frauen zu Beginn der Wechseljahre.

Die Behandlung der Östrogendominanz ist ungefährlich. Daher kann man bei Verdacht auf Östrogendominanz mit einer Behandlung beginnen. Wenn die Behandlung hilft, weiß man, dass tatsächlich eine Östrogendominanz vorliegt.

Hormonuntersuchung

Eine Diagnose durch Hormontests liegt zwar nahe, die Tests führen aber nicht immer zu einem klaren Ergebnis.

Die Schwierigkeit der Diagnose durch Hormontest hängt damit zusammen, dass der Hormonspiegel nicht nur im Monatsverlauf sondern auch innerhalb eines Tages erheblich schwankt.

So kann es vorkommen, dass selbst mehrere Hormonuntersuchungen ein unauffälliges Ergebnis zeigen, obwohl eine deutliche Östrogendominanz vorliegt.

Blutuntersuchung

Die typische Hormonuntersuchung beim Frauenarzt wird am dritten Tag der Periodenblutung mithilfe einer Blutuntersuchung vorgenommen.

Dieser Zeitpunkt wird gewählt, weil die Hormone Östrogen und Progesteron dann relativ zuverlässig einen niedrigen Spiegel aufweisen.

Das ist für einige Untersuchungszwecke recht nützlich, aber auf diese Weise erfährt man beispielsweise nicht, ob in den Tagen vor der Periode ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron bestand.

Zur Diagnose einer Östrogendominanz ist der beste Zeitpunkt für eine Blutuntersuchung zehn bis sieben Tage vor der nächsten Periodenblutung. In diesen Tagen sollte der Progesteronspiegel sehr hoch sein, zumindest wenn ein Eisprung erfolgt ist.

Für einen sichereren Überblick wäre es sinnvoll, die Blutuntersuchung fünf bis sechs Tage später zu wiederholen. Dann kann man sehen, ob der Progesteronspiegel eventuell zu früh wieder absinkt.

Dennoch kann man auch bei einer doppelten Untersuchung der Hormone im Blut zu falschen Ergebnissen kommen, denn jeder Monat und jeder Tag kann unterschiedlich sein, was die Hormonspiegel angeht.

Eine Blut-Hormonuntersuchung kann man von jedem Frauenarzt durchführen lassen. Meistens wird die Untersuchung von der Krankenkasse bezahlt.

Speicheltest

Zur Diagnose einer Östrogendominanz wird auch immer wieder ein Speicheltest empfohlen.

Im Speichel soll der Progesteronspiegel laut Dr. Lee zuverlässiger bestimmt werden können als durch Bluttests.

Am besten lässt man mindestens einen Monat lang alle paar Tage den Speichel untersuchen, um ein deutliches Bild der Progesteronwerte zu erhalten.

In Deutschland ist es jedoch gar nicht so einfach einen Speicheltest durchführen zu lassen. Die hiesigen Ärzte sind mit dieser Methode kaum vertraut. Außerdem werden Speichel-Hormontests meistens nicht von den Krankenkassen bezahlt.




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